Das Fertighaus

Leonardo Da Vinci und die Geschichte des Fertighauses, können doch nun wirklich nichts miteinander zu tun haben? Weit gefehlt, den seinen Ursprung hat das Fertighaus in den 1494 entstandenen Entwürfen von Leonardo Da Vinci. Er entwarf seinerzeit das erste aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzte Haus. Vor zirka 80 Jahren dann entwickelten zwei deutsche Architekten ein Fertighaus mit neuer Qualität. Diese Architekten verwandten nicht nur industriell vorgefertigte Bauelemente, sondern verarbeiteten auch das Baumaterial der Zukunft – Holz.

Ein Fertighaus als ökonomisches Produkt, Material-, Zeit- und Geldsparend sollte sich aus diesem Bausystem entwickeln. Heute ist dieses System mehr denn je relevant für den energiebewussten Bauherrn. Die Energiesparhäuser in der bekannten Holzfertigbauweise gehören längst zur ersten Wahl. Das Energiesparhaus ist nur eine Variante des Fertigbauhauses. So gibt es noch das Bausatzhaus, das Ausbauhaus und das schlüsselfertige Haus. Bei all diesen Varianten sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren, dass das Fertighaus nicht gleich bedeutend sein muss mit Auftrag unterschreiben und nach kompletter Fertigstellung Möbel rein und Schluss. Sparen kann man auch bei einem Fertighaus noch an der einen oder anderen Ecke. Wer zum Beispiel handwerklich begabt ist, kann beim Innenausbau mit Eigenleistungen glänzen. Darauf bestehen sogar viele Bauherren, um selbst von sich sagen zu können, selbst mir angepackt zu haben. Das beruhigt nicht nur das Gewissen der meisten Häuslebauer, sondern macht den meisten auch Spaß und schon den Geldbeutel. Gegensätzlich dazu bieten einige Hersteller auch ein „All inclusive-Paket“ an. Das bedeutet ein schlüsselfertiges Haus inklusive Gartengestaltung. Die Angaben zur Anzahl möglicher Fertighaustypen sind äußerst unterschiedlich. Zieht man jede noch so kleine Variation in Ausbau und Ausführung mit in Betracht, kann man von rechnerisch ermittelten 850.000 Varianten ausgehen. Das die visionären Gedanken des Leonardo Da Vinci einmal solche Früchte tragen, hätte sicherlich selbst er nicht zu träumen gewagt. Zu schade das er es nicht mehr sehen kann.

Was sollten Sie bei der Hersteller-Auswahl beachten?

Vertrauen Sie nicht nur Ihrem Kopf, sondern auch Ihrem Bauchgefühl, wenn Sie sich in einem Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter eines Fertighaus-Herstellers befinden. Wirkt er glaubhaft? Oder haben Sie eher das Gefühl, er geht nicht auf Ihre Fragen ein, versucht, Ihnen vielleicht ein Fertighaus zu verkaufen, das Sie gar nicht haben wollen? Ist letzteres der Fall, sollten Sie dringend den Anbieter wechseln. Ebenso wichtig ist die Kompetenz des Beraters: Sie möchten ein Allergiker-freundliches Haus? Ein ökologisches Haus oder ein behindertengerechtes Haus? Ein guter Berater sollte Ihnen auch auf Spezialfragen eine kompetente Antwort geben.

In jedem Fall sollten Sie nicht nur die Preise vergleichen, sondern auch die Leistungen. Nicht immer ist das scheinbar preiswertere Fertighaus tatsächlich so günstig, wie es den Anschein hat. Im Internet zum Beispiel, können Sie prima schon mal Preise vergleichen. Viele Anbieter integrieren beispielsweise nicht den Ausbau eines Kellers oder das Fundament in ihre Leistungen. Reden Sie intensiv mit Ihrem Berater, damit Sie wissen, welche Leistungen Sie zu welchem Preis erwarten dürfen. Benötigen Sie Zusatzleistungen, etwa den Bau eines Erkers, der im Fertighaus - Modell nicht vorgesehen ist, fragen Sie auch hier nach den Kosten: So vermeiden Sie unliebsame Überraschungen.